Was ist Muskelkater und wie entsteht er?
Muskelkater entsteht in der Regel nach ungewohnten, intensiven oder exzentrischen Belastungen der Muskulatur. Dabei kommt es zu mikroskopisch kleinen Verletzungen innerhalb der Muskelfasern und des umgebenden Bindegewebes. Diese Mikrotraumata lösen eine entzündliche Reaktion aus, die typischerweise 12 bis 48 Stunden nach der Belastung zu Schmerzen, Steifheit und eingeschränkter Beweglichkeit führt.
Muskelkater ist ein normaler Anpassungsprozess des Körpers und kein Zeichen von „Übersäuerung“ oder einer ernsthaften Verletzung.
Was kann manuelle Therapie bei Muskelkater leisten?
Manuelle Therapie kann den Heilungsprozess nicht beschleunigen im Sinne einer sofortigen Reparatur der Muskelfasern. Dennoch kann sie in bestimmten Phasen unterstützend wirken.
Mögliche Effekte sind:
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Reduktion von Muskelspannung und Schutzspannung
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Verbesserung der lokalen Durchblutung
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Förderung der Wahrnehmung und Entspannung
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Linderung von Spannungs- und Steifheitsgefühlen
Viele Patienten berichten nach einer Behandlung über ein subjektives Gefühl von Erleichterung oder besserer Beweglichkeit, auch wenn der Muskelkater selbst noch vorhanden ist.
Manuelle Therapie bei Sportbelastung
Bei regelmässiger sportlicher Belastung – unabhängig vom Leistungsniveau – kann es zu Überlastungsreaktionen, muskulären Dysbalancen oder Bewegungseinschränkungen kommen.
Hier setzt manuelle Therapie gezielt an, um:
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überlastete Muskelgruppen zu entlasten
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die Beweglichkeit von Gelenken und Weichteilen zu verbessern
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kompensatorische Spannungsmuster zu reduzieren
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die Grundlage für saubere Bewegungsabläufe zu schaffen
In diesem Kontext ist manuelle Therapie vor allem präventiv und vorbereitend sinnvoll – weniger als Akutmassnahme nach maximaler Belastung.
Regeneration – was unterstützt wirklich?
Regeneration ist ein aktiver Prozess, der von mehreren Faktoren beeinflusst wird. Manuelle Therapie kann ein Baustein davon sein, ersetzt jedoch keine grundlegenden Regenerationsmechanismen.
Zu den wichtigsten Faktoren gehören:
- Ausreichende Erholungszeiten
- Angepasste Belastungssteuerung
- Bewegung mit niedriger Intensität (aktive Regeneration)
- Schlaf, Ernährung und Flüssigkeitszufuhr
Manuelle Therapie kann in diesem Zusammenspiel helfen, das Körpergefühl zu verbessern und muskuläre Spannungen zu regulieren, sollte jedoch immer sinnvoll in ein Gesamtkonzept eingebettet sein.
Ablauf, Sicherheit und Nutzen der Behandlung
Zu Beginn wird die aktuelle Belastungssituation sowie der Trainingszustand besprochen. Die Behandlung wird an den jeweiligen Regenerationsstatus angepasst und bewusst dosiert durchgeführt.
Bei Muskelkater wird auf zu intensive oder schmerzhafte Techniken verzichtet. Ziel ist nicht die maximale Reizsetzung, sondern eine unterstützende, regulierende Wirkung. In der Regel wird die Behandlung gut vertragen und kann mit aktiven Maßnahmen kombiniert werden.
Grenzen der manuellen Therapie
Wichtig ist eine realistische Erwartungshaltung:
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Muskelkater verschwindet nicht sofort
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Strukturelle Anpassungen benötigen Zeit
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Zu aggressive Behandlungen können die Regeneration sogar verzögern
Manuelle Therapie ist kein Ersatz für Regeneration, sondern eine ergänzende Massnahme, die sinnvoll eingesetzt werden sollte.
Manuelle Therapie kann bei Muskelkater, sportlicher Belastung und in der Regeneration unterstützend wirken – insbesondere durch Entspannung, verbesserte Beweglichkeit und ein positives Körpergefühl. Ihre Effekte sind jedoch modulierend, nicht heilend im Alleingang.
In Kombination mit aktiver Regeneration, angepasstem Training und ausreichend Erholung kann sie einen wertvollen Beitrag zur langfristigen Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit leisten.
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