Was versteht man unter Elektrotherapie?


Unter Elektrotherapie versteht man die therapeutische Anwendung von nieder-, mittel- oder hochfrequenten elektrischen Strömen zu medizinischen Zwecken. Die elektrischen Impulse werden über Elektroden auf der Haut an bestimmte Körperregionen abgegeben und wirken dort auf Nerven, Muskeln und Gewebe.

Je nach Stromform und Zielsetzung kann Elektrotherapie:

  • Schmerzen reduzieren

  • Muskelaktivität fördern oder hemmen

  • die Durchblutung verbessern

  • Heilungsprozesse unterstützen

Die Behandlung ist in der Regel gut verträglich und wird individuell an die Beschwerden der Patient:innen angepasst.

Wie wirkt Elektrotherapie?

Die Wirkung der Elektrotherapie beruht auf der gezielten Reizung von Nerven- und Muskelzellen. Elektrische Impulse können Schmerzsignale beeinflussen, Muskelkontraktionen auslösen oder entspannend wirken.

Je nach Anwendungsform kann Elektrotherapie:

  • die Schmerzwahrnehmung im Nervensystem modulieren

  • Muskeln aktivieren, z. B. bei Kraftverlust oder nach Verletzungen

  • Verspannungen lösen

  • die Durchblutung und den Stoffwechsel im Gewebe fördern

Welche Wirkung im Vordergrund steht, hängt von der gewählten Stromart, Intensität und Behandlungsdauer ab.

Ablauf, Sicherheit und Nutzen 

Wie läuft eine Elektrotherapie-Behandlung ab?

Zu Beginn wird die betroffene Körperregion beurteilt und das Therapieziel festgelegt. Anschliessend werden Elektroden auf der Haut platziert und das passende Programm eingestellt.

Während der Behandlung spüren Patienten meist ein leichtes Kribbeln, Ziehen oder rhythmische Muskelkontraktionen – abhängig von der Stromform. Die Behandlung dauert in der Regel 10 bis 20 Minuten und wird als gut tolerierbar empfunden.

Nach der Sitzung kann es zu einer spürbaren Entlastung, Entspannung oder verbesserten Beweglichkeit kommen.

Warum ist Elektrotherapie eine sinnvolle Ergänzung?

Elektrotherapie ersetzt keine aktive Therapie, kann diese aber gezielt unterstützen. Besonders in Phasen, in denen Bewegung nur eingeschränkt möglich ist, kann sie helfen, Schmerzen zu reduzieren und Muskulatur frühzeitig zu aktivieren.

Ein weiterer Vorteil ist die gute Dosierbarkeit: Intensität und Dauer der Behandlung lassen sich individuell anpassen. Dadurch eignet sich Elektrotherapie sowohl für empfindliche Patient:innen als auch für gezielte, intensivere Reize.

Gibt es Grenzen oder Kontraindikationen?

Elektrotherapie ist sicher, sollte jedoch nicht angewendet werden bei:

  • Herzschrittmachern oder implantierten elektronischen Geräten

  • Akuten Entzündungen oder offenen Wunden im Behandlungsbereich

  • Bestimmten neurologischen oder internistischen Erkrankungen

  • Schwangerschaft (je nach Region und Stromform)

Eine fachgerechte Abklärung vor der Behandlung ist daher wichtig.


Typische Anwendungsgebiete in der Praxis

Elektrotherapie wird bei einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt, unter anderem bei:

  • Akuten und chronischen Schmerzen des Bewegungsapparates
  • Muskelverspannungen und myofaszialen Beschwerden
  • Muskelschwäche oder Muskelatrophie, z. B. nach Operationen
  • Gelenkbeschwerden wie Arthrose
  • Rückenschmerzen, Nacken- und Schulterschmerzen
  • Sehnen- und Bandproblemen
  • Durchblutungsstörungen

In der Praxis wird Elektrotherapie häufig mit anderen Therapieformen kombiniert, um einen möglichst nachhaltigen Behandlungserfolg zu erzielen.

Medizinische Massage Basel
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